von Nico Mertz
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Jugend forscht - Regionalwettbewerb Geesthacht

7 – 5 – 3 – 1

7 Anmeldungen, 5 Teilnehmende, 3 Gruppen, 1 Sonderpreis – so ist der aktuelle Stand der diesjährigen Wettbewerbsrunde von Jugend forscht. In diesem Jahr waren wir nicht ganz so zahlreich vertreten, da einige Arbeiten in dem gesetzten Zeitrahmen nicht fertig wurden oder die schriftliche Arbeit nicht mehr termingerecht eingereicht wurde. Es ist nicht jedes Jahr ein super erfolgreiches. Man könnte aber auch sagen: Naja, die anderen Schulen müssen ja auch mal ihre Chance bekommen.

Dennoch, für die fünf Teilnehmenden Inga Stamer, Max Nickau, Hannes Schmitten, Sinan Suntic und Hannes Kölzow war es ein tolles Erlebnis, ihre Arbeiten dem Jurorenteam präsentieren zu dürfen, sich auch mit vielen anderen zu messen und auch neue Ideen austauschen zu können. Zwei angemeldete Teilnehmer mussten leider krankheitsbedingt absagen.

Inga Stamer präsentierte ihre Arbeit zu Pflanzenstress, bei der sie unterschiedliche Küchenkräuter mit ihrem Projektpartner Paul Dietrich zum einen mit Kaffee, zum anderen mit Energy-Drinks und dann eine weitere Kontrollgruppe mit normalem Wasser versorgte. Im Gewächshaus auf dem Schulgelände wurde es dann zum Schluss hin ungemütlich, nicht nur bei der Pflanzenpflege, sondern auch die Pflanzen selbst zogen es vor, den Betrieb auf Winterpause zu stellen, da half auch keine künstliche Beleuchtung oder kuschelige Kerzenwärme. Ein paar Teilergebnisse konnten aber dennoch gewonnen werden. Das Projekt soll dann sicherlich in der nunmehr beginnend wärmer werden Jahreszeit fortgesetzt werden.

Sinan Suntic, Leo Koch und Hannes Kölzow hatten einen handelsüblichen Quadrocopter für Gewässerprobennahmen optimiert und angepasst. Dazu versahen sie ihn mit Schwimmkufen und konstruierten eine Halterung, für einen Wasserprober, mit dem vom Ufer aus per Fernsteuerung und Kamerasteuerung an gezielten Orten Wasserproben im oberflächennahen Bereich in stehenden oder fließenden Gewässern gezogen werden können. Vorteile ist, dass das Gewässer obeflächennah nicht wesentlich gestört wird, wie es z.B. bei einer Probennahme vor Ort mit einem Boot geschieht. Zum anderen können zeitnah zahlreiche Proben mit geringem Zeitverzug genommen werden. Nachteil ist, dass die Drohne nur eine minimale Zuladung in der Größe eines Reangezglasröhrchens zulässt. Wie gut, dass wir an der Schule unseren eigenen Schulteich zum Test haben und die Drohne nur ein einziges Mal in Seenot geriet, weil der Akku schwächelte.

Max Nickau und Hannes Schmitten kamen bei ihrem Hobby, dem Angeln, auf eine tolle Idee. Wenn man schon am Ufer sitzt, die Rute auswirft und seelenruhig auf Fang wartet, kann man die Gedanken weit schweifen lassen. In den Gewässern kommen bislang gut gestaltete Köderfische aus gummiartigen Kunststoffen zum Einsatz. Immer wieder passiert es, dass so ein Köderfisch „sich selbstständig macht“, sich im Bewuchs verheddert und abreißt. Zurück bleibt dann also ungewollt Kunststoff in der Natur, der üblicherweise Dutzende Jahre braucht, bis er sich auflöst. Diesem Problem begegneten die beiden, in dem sie sich eigene Rezepte zu umweltfreundlichen Angelködern überlegten. Im SFZ wurde meisterlich an neuen Rezepturen aus Gelee und Stärke unter Verbindung von Öl, Glycerin und Zucker geköchelt. Die ersten Versuche scheiterten noch, denn als die Masse aus der Gussform herausgeholt wurde, war sie entweder nicht stabil oder löste sich in Wasser zu schnell wieder auf. Haltbar war es zunächst auch nicht, denn an der Luft trocknete die Masse schnell wieder aus und krümelte vor sich hin. Nach vielen Versuchen stand aber die optimale Rezeptur. Ein Angeltest lieferte auch prompt fette Beute: ein 70 cm Hecht biss an. Diese Innvoation war der Jury einen Sonderpreis „Umwelttechnik“ wert.

In Kürze findet in Kiel wieder der Jugend forscht Landeswettbewerb statt und Ende Mai in Herzogenaurach der Bundeswettbewerb. Diesmal sind wir nicht dort vertreten, doch wie im Sport lautet es: Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb. Im Schülerforschungszetrum sind schon die ersten neuen Arbeiten im Entstehen.

Text von Karsten Bittner

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